Offene Sprechstunde

Wie soll die eigene Bestattung aussehen und welche Möglichkeiten gibt es überhaupt? Darf man auf jedem Friedhof bestattet werden? Was soll auf keinen Fall mit dem eigenen Körper geschehen?

In der offenen Bestattersprechstunde sitze ich in einem Friedhofscafé und beantworte alle Fragen zur (eigenen) Bestattung. Gemeinsam können wir überlegen, welche Bestattungsform und welche Art der Trauerfeier im Einzelfall die richtige ist. Außerdem helfe dabei, die eigenen Ideen und Wünsche am Ende schriftlich zu fixieren. Keine Angst, es geht nicht darum, einen Vertrag mit mir abzuschließen. Das Gespräch ist völlig unverbindlich und bietet einfach nur die Möglichkeit, sich auf diese Weise mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. 

Diese Sprechstunde findet immer in einem der Berliner Friedhofscafés statt, man darf alleine oder mit mehreren kommen. Eine Anmeldung ist erwünscht, aber kein Muss.

Ich spreche deutsch und englisch.

Die Termine:

Samstag, 24. Februar 2018, 15-17 Uhr, im Café Finovo auf dem Alten St- Matthäus-Friedhof, Großgörschenstraße 12-14,  Berlin-Kreuzberg

Samstag, 24. März 2018, 15-17 Uhr, im Café Ca’Doro auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, Chausseestraße 126, Berlin-Mitte

Vergangene Veranstaltungen:

Ein neues Jahr beginnt – wir widmen uns dem Ende, ein ganzer Tag zum Tod mit Comic-Lesung “Der Tod ist echt das Letzte” von Eva Müller, Kurzfilmen, Kinderbuchvorlesen, Kinderschminken, geschützte Suizidgruppe, Bestattersprechstunde, Überraschungsfilm etc., Samstag, 3. Februar 2018, 12-18 Uhr, im Leeren Raum, Ebersstraße 27, Berlin-Schöneberg.

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“Let’s talk about death. Queere_machtkritische Perspektiven auf Bestattungen”, Lesung/Diskussion am Samstag, 7. Oktober 2017, 19 Uhr f.a.q. Infoladen, Jonasstraße 40, 12053 Berlin-Neukölln

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Recht auf Trauer. Bestattungen aus machtkritischer Perspektive

Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit Ordnungsbehördlichen Bestattungen und Sozialbestattungen. Wieder dabei: Francis Seeck, Julia Martin und Julian Heigel

Mittwoch, 13. September 2017, 19 bis 22 Uhr
k-fetisch, Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin

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Unsere Auftaktveranstaltung:

Lesung/Diskussion “Let’s talk about death. Queere_machtkritische Perspektiven auf Bestattungen”

Auch in queer-feministischen und linken Kontexten sind Sterben, Tod, Bestattung und Trauer oft tabuisiert und werden alleine verhandelt. Aber so soll es nicht bleiben!

Francis Seeck wird das Buch Recht auf Trauer. Bestattungen aus machtkritischer Perspektive vorstellen. Hier geht es um die Fragen: Wie hängen Klassismus, Heteronormativität, Rassismus und staatliche Bestattungspraxen (Sozial- und ordnungsbehördliche Beerdigungen) zusammen? Wer ist betrauerbar? Wie kann Widerstand in dem Feld aussehen?

Julia Martin wird aus ihrem Zine “Missing Bits” vorlesen. Das Zine versammelt verschiedene Gedichte, Bilder, Fotografien und Artikel zu dem Thema Trauer. Dabei geht es um die Art von Trauer, die Menschen empfinden, wenn sie jemanden durch Tod verlieren. Das Zine soll Menschen ein Thema näherbringen, dass in unserer Gesellschaft mit Scham und Tabuisierung verbunden ist. Julia Martin hat ihre eigene Geschichte in dem Zine verarbeitet.

Julian Heigel von Thanatos Bestattung wird einen Input zu alternativen und selbstbestimmten Bestattungen geben. Was können Visionen und Möglichkeiten von selbstbestimmten Bestattungen sein?

Anschließend möchten miteinander und mit euch ins Gespräch kommen. Wir wollen einen Raum für Diskussion, Austausch und Fragen schaffen.

Mittwoch, 30. August 2017, 19 bis 22 Uhr
xart splitta, Hasenheide 73, 10967 Berlin

Eintritt frei. Deutsche Lautsprache.

Die Räume sind rolligerecht, es gibt aber eine sehr steile Rampe. Bei Fragen meldet euch bitte!