Queere Bestattung

Was ist eine queere Bestattung und braucht es so etwas in einer offenen Gesellschaft überhaupt noch? Ja unbedingt, denn nicht für alle ist es selbstverständlich,

  • dass die Liebe zwischen queeren Menschen genauso wichtig ist wie zwischen einem heterosexuellen Paar.
  • dass es in einem Doppelgrab keine Männer- und Frauenseite geben muss.
  • dass romantische Liebe auch zwischen mehr als zwei Menschen gelebt wird.
  • dass Menschen ihre Namen und Pronomen auch im Tod selbst bestimmen dürfen.
  • dass Menschen im richtigen Geschlecht bestattet werden, unabhängig davon, was in ihren Papieren steht.
  • dass Menschen nicht unbedingt ein Geschlecht haben.
  • dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.
  • dass manche Menschen Schutzräume brauchen, zum Beispiel bei einer Totenfürsorge oder auf einer Beerdigung.
  • dass Elternschaft nicht biologisch sein muss.
  • dass nackte Körper unterschiedlich aussehen.

Sarg selbst gestalten

Lesben sind auch im Tod oft unsichtbar. Deswegen gibt es auf dem Georgen-Parochial-Friedhof I am Prenzlauer Berg in Berlin ein eigenes Friedhofsfeld nur für Lesben. Trägerin ist die Sappho-Stiftung. Auch auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg sind viele queere Menschen bestattet, dort befindet sich auch das Denkmal positHIV.

Meine Aufgabe als Bestatter:

Ich trete dafür ein, dass die Bestattung zu den Toten passt. Queere Menschen haben oft bestattungspflichtige Verwandte, die ganz andere Vorstellung von der Bestattung haben als die eigentlichen Bezugspersonen. Dann ist es meine Aufgabe zu vermitteln und allen den Abschied zu ermöglichen, den sie brauchen, ohne dass andere davon verletzt sind.

Über mich     Die eigene Bestattung planen